Influencer Marketing spielt eine immer größer werdende Rolle in Unternehmen. Damit kommen auch Fragen rund um die Reichweite und die damit zusammenhängende Größe der Influencer*innen auf.

Muss es immer ein großer Superstar sein? Diese Frage und mehr beantworten wir im Rahmen unserer neuen Serie. Sie läuft unter dem Motto “Auswahl passender Influencer*innen für Ihre Marketingziele” und beginnt mit dem ersten Teil – Dem Reichweitenfaktor der Influencer*innen.

Worauf es bei der Auswahl Ihrer Influencer*innen ankommt

Bei der Arbeit mit Influencer*innen geht es darum, dass beide Parteien dieselben Werte und Markenideen vertreten. Im Influencer Marketing führen viele Wege zum Ziel: Ob mit Instagram Storys, einem Rabattcode in der Bildbeschreibung oder einer Verlinkung auf dem Bild, Brand Awareness und Klick-Kampagnen lassen sich mit unterschiedlichen Mitteln realisieren. Was bei der Strategieplanung jedoch nicht zu kurz kommen darf, ist die Auswahl des passenden Influencer*innen.

Was dabei eine wesentliche Rolle spielt:

  • Reichweite der Influencer*innen
  • Struktur ihrer Follower*innen
  • Qualität der Beiträge
  • Erfahrungswerte
  • Content-Vorlieben der Influencer*innen und
  • Größe der Influencer*innen

Die Größe der Influencer*innen ist ausschlaggebend für die Auswahl. Es stellt sich dabei immer die Frage: Viele Micro Influencer*innen nutzen oder doch lieber auf einen Star mit großer Reichweite setzen?

Wahre Größe zeigen: Diese Größen gibt es im Influencer Marketing

Aller Anfang ist klein: Die Evolution der Nano- bis zur Makro-Influencer*in im Überblick:

  • Nano-Influencer*in: ab 10.000 Follower*innen
  • Mikro-Influencer*in: zwischen 10.000 bis 100.000 Follower*innen
  • Makro-Influencer*in: zwischen 100.000 bis 1.000.000 Follower*innen

Klein aber fein

Die Nano-Influencer*innen haben eine niedrige Anzahl an Abonnent*innen und eine geringe Reichweite. Im Vergleich zu anderen Größen, haben sie jedoch eine immens hohe Engagement-Rate. Bei ihren Beiträge setzen sie mehr auf Qualität statt auf Quantität. Nano-Influencer*innen sprechen oft eher ein kleines Fachpublikum an oder sind regional besonders aktiv. Sie geben beispielsweise Tipps zu Veranstaltungen oder Restaurants.

Nächster Schritt: Fachliche Expertise

Die nächste Stufe stellen die Mikro-Influencer*innen dar. Sie beschäftigen sich mit speziellen Themenbereichen. Wie die Nano-Influencer*innen erreichen auch sie eine hohe Engagement-Rate und haben meist eine enge Bindung zu ihrer Community. Hier sind besonders Unternehmen gut aufgehoben, die eine spezielle Zielgruppe statt der breiten Masse ansprechen wollen.

Ran an die Masse

Makro-influencer*innen bauen auf der einen Seite zwar eine künstliche Bindung zu ihren Abonnenten auf, doch sind sie auf der anderen Seite auch für ihre Community ein echtes Vorbild. Besonders wichtig ist daher, das die Qualität ihrer Beiträge nicht durch die hohe Quantität beeinträchtigt wird. Die Interaktion mit der Vielzahl an Abonnent*innen, ist einer der wichtigsten Faktoren, damit der Wahnehmenungsfaktor erhalten bleibt und eine treue Community aufgebaut wird.

Mikro Influencer*innen - kleinere Follower*innenzahl, höhere Engagement Rate

Im Vergleich zu den ganz Großen haben Mikro Influencer*innen eine niedrigere Follower*innenzahl, wobei man meist von einer Zahl unter 100.000 spricht. Trotz der geringeren Anzahl ist die Engagement Rate auf den jeweiligen Kanälen hoch, häufig sogar höher als auf Kanälen mit deutlich mehr Followern. Das belegen mehrere zu dem Thema angefertigte Studien. Während die Engagement Rate bei einer Follower*innenzahl zwischen 1.000 und 10.000 noch bei 4%* liegt, geht man bei einer Zahl von über 100.000 nur noch von einer Engagement Rate von 1,7%* aus.

Auch Daten von eqolot zeigen: Nettoreichweite, das heißt die Gesamtheit aller erreichten Personen, und Bruttoreichweite, also die Gesamtheit aller Kontakte, steigen prozentual bei Instagram Accounts mit weniger Follower*innen an. Spezialisiert auf ein bestimmtes Interessengebiet, erreichen die Influencer*innen eine sehr spezifische Zielgruppe. Um eine gewisse Reichweite zu erlangen, lohnt es sich, mehrere Mikro Influencer*innen einzuplanen. Das bietet nicht nur die Vorteile einer größeren Gesamtreichweite, sondern fördert zugleich die Einprägung des Markennamens und ermöglicht Doppelkontakte. Die Follower*innen haben also die Chance, über mehrere Influencer*innen mehr als nur einmal in Kontakt mit der Kampagne zu kommen.

In monetärer Hinsicht besteht für das Unternehmen insoweit ein Vorteil, dass Mikro Influencer*innen im Schnitt eine kleinere Vergütung fordern, als Influencer*innen mit hoher Follower*innenzahl. Mit dem selben Budget kann so durch die Akquirierung mehrerer Mikro Influencer*innen die Reichweite großer Influencer*innen erreicht werden, jedoch mit höherer Engagement Rate. Große Influencer*innen sind oftmals nicht auf eine Zusammenarbeit angewiesen oder haben bereits andere, langfristige Kooperationspartner*innen. Mikro Influencer*innen hingegen benötigen eventuell noch mehr Unterstützung, um sich im Bereich des Marketings zu etablieren. War die Marketing Kampagne erfolgreich und die Follower*innen haben gut auf die vorgestellte Marke beziehungsweise das beworbene Produkt reagiert, ist die Grundlage für eine langfristige Zusammenarbeit gelegt, von der beide Kooperationspartner*innen auch langfristig profitieren.

Makro Influencer*innen als Partner*innen - Top oder Flop?

Influencer*innen, deren Followerzahlen sich ungefähr im sechs- bis siebenstelligen Bereich bewegen, werden als Makro Influencer*innen bezeichnet und sind oft die Ersten, an die bei einer Kooperation gedacht wird. Die hohe Followerzahl verspricht eine gewisse Reichweite und lässt auf eine erfolgreiche Kampagne hoffen. Hat man erstmal einen Influencer*innen gefunden, der zur eigenen Marke passt, gilt das gleiche Prinzip wie bei den Mikro Influencer*innen. Eine langfristige Zusammenarbeit, bei der der Influencer*innen die Rolle eines Markenbotschafters einnimmt, ermöglicht eine authentische Vermittlung der Markenbotschaft über einen längeren Zeitraum.

Obwohl Marketing mit Makro Influencer*innen sehr erfolgreich sein kann, lohnt es sich in jedem Fall individuell abzuwägen, was sich besser für das jeweilige Unternehmen eignet: Mikro oder Makro Influencer*innen. Wir helfen Ihnen gerne mit einem individuellen und kostenlosen Beratungsgespräch bei der Entwicklung der passenden Strategie für Ihr Unternehmen.

Noch keinen genauen Durchblick erhalten? Kein Problem! Melden Sie sich jetzt zu unserem nächstes Webinar an. Unsere Expertin klärt über essentielle Entscheidungsfaktoren bei der Influencer*innenauswahl auf – Jetzt hier anmelden.

*Quelle: https://upload-magazin.de/19798-micro-influencer/