Das vergangene Jahr brachte vor allem eins mit sich – Veränderungen. Durch die Pandemie passte sich auch die Rolle der Influencer an. Stichwort: Verantwortung übernehmen. Auch Unternehmen mussten reagieren und ihre Marketingstrategien sowie Kampagnen an die Krise anpassen. Warum es besonders jetzt wichtig ist, die richtigen Kooperationspartner zu wählen erklären wir Ihnen jetzt.

Wie in unserem Influencer Marketing Guide schon angeschnitten, wird das Thema Influencer Marketing in der Öffentlichkeit weiterhin kritisch diskutiert. Unter anderem von Comedian Oliver Pocher, der in seinem IGTV Format “Bildschirmkontrolle”unter anderem zahlreiche Influencer aber auch fragwürdige Kooperationen bemängelt. Das Format findet viele Unterstützer, aber auch zahlreiche Kritiker. Fakt ist: User sind sensibler gegenüber Werbung auf Social Media geworden und hinterfragen oft die Glaubwürdigkeit hinter gewissen Personen und Kooperationen. Communities reagieren stärker und impulsiver als je zuvor auf unauthentische oder unangebrachte Posts ihrer Influencer.

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Seit Dezember gelten in Deutschland strenge Maßnahmen zur Eindämmung des Virus, welches einen weiteren Anstieg der Social Media Nutzung und damit auch das intensive Auseinandersetzen mit Inhalten auf den Plattformen bedeutet. Bürger werden derzeit dazu aufgerufen zuhause zu bleiben. Immer mehr Influencer fliehen jedoch in die Sonne – Dubai, Mexiko, Malediven. In den Sozialen Medien schürt sich derzeit der Ärger gegen unangebrachte Urlaubsbilder. Vielen Nutzern stellt sich die Frage: Gilt der Lockdown nicht für alle? Dabei sollten Influencer vielmehr als Vorbilder für Ihre Communities agieren und Verantwortung besonders in Krisenzeiten übernehmen.

Quelle: Instagram

Ironische Memes machen derzeit die Runde auf den Sozialen Medien. Influencer teilen augenscheinlich die Sorgen ihrer Community bezüglich der Pandemie – im Luxusurlaub.

@shannonde

Sowas zu sehen macht mich ✨wütend✨😙 #fyp #dubai #idoubtit

♬ Originalton – same_memes

Quelle: TikTok @shannonde

Die Shitstorms bleiben auch von Werbepartnern nicht unbemerkt. Denn diese werden, ob gewollt oder nicht, oft mit den Influencern in Verbindung gebracht. Influencer agieren vermehrt als Markenbotschafter und Repräsentative der Unternehmen durch ihre Kooperationen und Kampagnen. Nutzer wenden sich daher vermehrt an die Kooperationspartner und kritisieren unter anderem die zweifelhafte Wertevermittlung.

So beendete ein beliebter Sportbekleidungshersteller auf Fordern der Community jetzt auch die Kooperation mit Anne Wünsche. Diese flog über das Neujahr nach Lanzarote, dort fühle sie sich sicherer und wohler, erklärte sie ihre Community in einer Instagram Story. Nutzer äußerten daraufhin vermehrt ihr Unverständnis, auch bei Werbepartnern. So hieß es von einer Followerin: „Ihr solltet überdenken, ob ihr jemandem wie Frau Wünsche weiterhin als Werbegesicht wollt.“ Das Unternehmen meldete sich prompt zu Wort und veröffentlichte in einem Statement das Aus der Kooperation. Später zog auch ein großer Teehändler nach.

Auch für andere Influencer hagelte es zuletzt Kritik. Winterberg heißt der neue Instagram Hotspot. Der Ort im Sauerland wird derzeit von vielen Influencern genutzt, um Schneebilder zu schießen. Ex-Bachelorette Gerda Lewis forderte ihre Community sogar zu einer Foto Challenge im Schnee auf. Auch dies stößt vielen sauer auf – Winterberg ist schon jetzt völlig überfüllt, Abstandsregeln seien laut lokaler Polizei nicht mehr einhaltbar. Durch konstruktive Diskussionen mit ihrer Community räumte sie ihr unüberlegtes Verhalten ein und entschuldigte sich kurzerhand. Zuhause bleiben heißt es also nicht nur von der Regierung, sondern auch von Seiten der User.

Quelle: Instagram

Was bedeutet dies für Unternehmen und Kooperationen?

Klar ist: Communities fordern Verantwortungsbewusstsein von Influencern. Egoistisches, rücksichtsloses Verhalten besonders in Krisenzeiten führt zu falschen Wertevermittlungen und projiziert auch ein negatives Bild auf Werbepartner. Unternehmen müssen deshalb bei der Wahl von Kooperationspartnern besonders feinfühlig sein und im Fall der Fälle auf Kritik der User eingehen. Schadet das Verhalten des Influencers der Kooperation oder Marke, so ist es ratsam sich zu distanzieren und zu positionieren. Es ist nicht immer möglich, Fehlverhalten abzusehen, daher bleibt die Devise im Influencer Marketing: schnelles reagieren und optimieren.

Mit eqolot sind Sie in guten Händen. Wir stehen Ihnen stets zur Seite und beraten Sie rund um Ihre individuelle Kampagne. Das Bewahren von Authentizität steht bei uns an vorderster Stelle. Unsere Experten reagieren und optimieren, wo es nötig ist.