© Terveystalo 2020

Das größte Gesundheitsunternehmen Finnlands Terveystalo fordert eine neue Art von Verifizierung auf Social Media Plattformen. Die Idee kam dem Unternehmen anlässlich der andauernden Corona- Krise, in der falscher Informationsfluss ein Problem darstellt.

Die neue Art der Verifizierung auf Social Media 

Forscher, Mediziner und andere Experten aus dem Gesundheitswesen sollen anstelle des bekannten blauen Hakens ein grünes i als Verfikationszeichen erhalten.  Dies soll informative, unvoreingenommene und faktische Informationen hervorheben und gleichzeitig Fake News verdrängen.  So könnten Nutzer in Zukunft verlässliche Quellen auf sozialen Medien leichter herausfiltern. Nach Untersuchungen des Reuters-Instituts (2020) sind Politiker, Prominente und andere verifizierte Profile für 20% der COVID-19-bezogenen Fehlinformationen verantwortlich, die sich in sozialen Medien verbreiten. 

„Da soziale Medien immer mehr als primäre Informationsquellen dienen, halten wir es für wichtig, dass Plattformen das Essential Influencer icon (i) global übernehmen“, sagt der leitende Chefarzt von Terveystalo, Petri Bono. 

Aktuell gibt es auf Instagram, TikTok, Facebook und twitter nur eine Art der Verifizierung eines offiziellen Accounts – den blauen Haken. YouTube bestätigt offizielle Channels mit einem grauen Haken, Pinterest hingegen mit roten Badges.

Wie Unternehmen davon profitieren könnten   

Bedeutet dies eine neue Art von Influencern? Unternehmen aus der Gesundheitsbranche könnten durch Kooperationen mit Essential Influencern neue Zielgruppen ansprechen. Gesundheitsfördernde Waren wie nicht verschreibungspflichtige Medikamente, Nahrungsergänzungsmittel und Kosmetika werden bereits auf Social Media beworben. Jedoch könnten sich Authentizität und Glaubwürdigkeit von Produkten zusätzlich steigern, wenn sie von Experten empfohlen werden. Auch nach der Krise hätten Essential Influencer Potenzial auf Social Media Fuß zu fassen.

Die Idee erhält Zuspruch, der offene Brief von Terveystalo und das YouTube Video wurden etliche Male geteilt.  Bis jetzt haben Instagram, Facebook, YouTube und co. sich jedoch nicht zu den Forderungen  geäußert. Es bleibt also offen, ob der blaue Haken bald Konkurrenz bekommt. 

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