Bewusster Konsum liegt bei Verbrauchern gegen Jahresende groß im Trend, der Fokus liegt hierbei auf dem Konzept des Veganismus. Produkte sowie die generelle Ausbeutung von Tieren werden von Verbrauchern strikt abgelehnt. Dies hört nicht bei der Ernährung auf, sondern erstreckt sich auf alle Bereiche des Lebens.

Vegan: Mehr als eine Trend Ernährung

Marken haben jetzt die Gelegenheit, den Interessen Ihrer Kunden entgegen zu kommen. Einst ein Nischenthema auf Social Media hat sich der Veganismus stetig zu einer Mainstream Bewegung gewandelt.  Gesundheitliche Aufklärung, unethische Zustände in Schlachthäusern, insbesondere während der Corona-Krise und die hohe Klimabelastung durch Mastbetriebe haben dafür gesorgt, dass Verbraucher öfter zur Pflanzen- Alternative greifen. Doch ist das nur vorübergehend in? Meist bleiben Veganer und Vegetarier ihren Wertewandel treu. Denn Tierprodukte sind meist ersetzbar. Viele Firmen haben das verstanden und reagiert. Die negative Vorstellung von überteuerter und limitierter Auswahl von veganen Produkten wurde längst widerlegt. 

Die Zahl der vegan lebenden Deutschen stieg im Jahr 2020 auf 1,13 Millionen an. Im Vergleich, im Jahre 2016 lag sie bei weniger als 800.000, berichtet Statista (2020).  Als Vegetarier ordnen sich sogar mehr als 6,5 Millionen Menschen in Deutschland ein, 400.000 mehr als im Vorjahr. Der Vorteil für Marken: nicht nur die Zielgruppe der Veganer und Vegetarier ist interessant, sondern auch Verbraucher die gelegentlich zur Alternative greifen.

Positives Beispiel dafür ist ein bekannter Fleischproduzent als eine der führenden Marken. Im Jahre 2020 konnten die höchsten Umsätze seit der Gründung datieren werden.  Auf der offiziellen Website wird verkündet, dass diese Zahlen durch fleischfreie Alternativen erzielt wurden, die besondere Beliebtheit bei Kunden genoss. Die Produkte fluteten die vegan- relevanten Social-Media-Kanäle. 

So passen Influencer und der Vegan Lifestyle zusammen

Des Weiteren, finden sich in Drogerien und Supermärkten immer mehr Produkte mit dem „Cruelty Free“ Abzeichen. Für viele Kunden ist dies ein überzeugender Kaufgrund geworden. Hashtags wie #veganlifestyle haben bereits über 4 Millionen Posts auf Instagram erreicht und auch vegane Influencer auf YouTube und co. erzielen stetig wachsende Communities. Berliner Influencer Theo Carow (theocarow) thematisiert auf seinem Instagram und TikTok Account unter anderem Veganismus und Nachhaltigkeit und inspiriert seine über 1,3 Millionen Follower es ihm gleichzutun. Seine kooperativen Posts mit Firmen die sich gegen Tierleid, Umweltverschmutzung und Rassismus positionieren erzielen hohe Interaktionen auf der Plattform. YouTuber Philipp Steuer produziert regelmäßigen Content in Kooperation mit Marken die einen veganen Lifestyle unterstützen und gibt Empfehlungen an seine über 220.000 Abonnenten weiter. Seine Kochvideos mit Rezepten und vorgestellten Markenprodukten erreichen bis zu 215.000 views.

Auch eqolot hat bereits Influencer wie recoveringlara mit der Marke joyaworld für eine Kooperation im Sommer diesen Jahres zusammengeführt. Im Rahmen von kreativen veganen Rezeptideen wurden die Milchprodukt-Alternativen der Zielgruppe nahe gebracht. Es besteht also kein Zweifel mehr, dass dieser Marketing Trend gekommen ist, um zu bleiben.