Ob ein Corona-konformer Museumsbesuch oder die Vorstellung der neuesten Produkte auf dem Markt: Augmented Reality wird immer bedeutsamer und trifft auch auf Influencer Marketing. Welche Wirkung hat die erweiterte Realität und wo findet sie in der Influencer Branche ihren Platz? Wir schauen uns die AR-Filter genauer an. Spiel, Spaß und Freude oder doch viel mehr als das?

Für mehr Wissen über Augmented Reality jetzt hier einen neuen Tab öffnen.

Virtuelle Trends auf Social Media: Wie sich AR bisher etabliert hat

Der Wunsch nach einer AR Lösung für Soziale Netzwerke war groß. Angefangen bei Snapchat, zogen auch andere soziale Medien nach und machten sich mit AR vertraut. Mittlerweile ist die “erweiterte Realität” in den sozialen Medien nicht mehr wegzudenken – vom online Kauferlebnis ganz abgesehen.

2019 gab Goolge als erster Akteur dem Trend eine Chance und etablierte AR mit Hilfe von massentauglichen Features auf Youtube.

Es nennt sich AR Beauty Try-On und kann seither über den Google Ads Manager verwendet werden. AR wird durch die Marke zusätzlich auf das jeweilige Video einer Youtuber*in geschaltet. Beauty-Marken wie NARS und MAC haben bewiesen, dass die neue AR-Funktion bereits realisiert werden kann. Hier ist klar, welches Potenzial AR im Bereich des Influencer Marketings mit sich bringt.

VR auf YouTube

Die Influencer*in präsentiert das entsprechende Produkt in einem klassischen und vertrauten Videoformat. Darunter ist bereits eine neue Funktion mit der Überschrift "Virtual try on" erwähnt. So kann beispielsweise der im Video gezeigte Lippenstift jetzt mit der Frontkamera virtuell auf die eigenen Lippen aufgetragen werden.

Das Video wird beim Starten nicht gestoppt. Die Zuschauer*innen können verschiedene Lippenfarben der Marke ausprobieren, während ihre bevorzugter Beauty Influencer*in dieselben Lippenstifte auf einem geteilten Bildschirm testet. Für die Schönheitsbranche ist dies ein absoluter Meilenstein im Video- und Influencer-Marketing und bietet viele neue Möglichkeiten für die direkte Produktpräsentation.

AR auf Instagram

Nirgends kommen so viele Nutzer*innen mit Augmented Reality in Kontakt wie bei Instagram. Ähnlich wie auch folgend im Bezug auf TikTok beschrieben, wird AR auf Instagram häufig als Spaß-Faktor angesehen, doch bietet auch eine Bühne für Produktvorstellungen oder auch zum Testen neuer Produkte.

Eine Teenager*in hat mit einem einzigen AR-Filter in nur zwei Wochen über eine Milliarde Aufrufe auf Instagram generiert. Der Filter, der mittels Blinzeln gesteuert wird, nennt sich “Flappy Bird”.

Jede Nutzer*in kann AR-Filter auf Instagram erstellen. Die Verbreitung der Effekte erfolgt dabei über unterschiedliche Wege. Eine Möglichkeit neue Effekte zu entdecken, gibt es direkt im Instagram Unternehmensprofil. Verwendet eine Marke oder Unternehmen Augmented Reality Effekte, dann wird nicht nur der eigene Account bei Verwendung angezeigt, es gibt auch einen eigenen Bereich im Unternehmensprofil.

AR auf TikTok

Die Hashtag-Challenge gehört zu den beliebtesten Formaten auf TikTok. Doch auch auf TikTok sind AR-Effekte gerne gesehen. Besonders sind sie in Form von Challenges vertreten. Die folgende Kampagne von Chio ist ein Paradebeispiel für eine Kampagne mit Influencer*innen und Augmented Reality. Mit dem Football-Filter haben die TikToker*innen richtigen Spaß. Dabei nutzen Sie den AR-Filter und teilen ihr Chio-Geschmackserlebnis. Im Rahmen der Kooperationen wurde nicht nur ein Kampagnenspezifischer AR-Filter erstellt, sondern auch ein eigener Sound gewählt. Hier einige Beispiele:

Chio-Chips mit Influencer @marionovembre Chio-Chips mit Influencerin @eyfreundin Chio-Chips mit Influencerin @ellie_mirelli

So wirkt AR im Influencer Marketing

Storytelling mit AR Experience

Erfolgreiches Storytelling ist das Ziel vieler Markenkampagnen Strategien, die langfristig mit Influencer*innen zusammenarbeiten. Aber wie halten sie die Aufmerksamkeit des Publikums – besonders in Zeiten immer kürzerer Aufmerksamkeitsspannen?

Das Game-Design-Framework basiert auf den folgenden Merkmalen (sortiert in absteigender Reihenfolge von aktiv nach passiv):

  1. Befriedigung der Sinne
  2. Herausforderung
  3. Unentdecktes
  4. Zusammenhalt
  5. Ausdruck
  6. Fantasie
  7. Erzählung
  8. Hingabe

Die acht Grundpfeiler des idealen Game-Design auf Mobile AR im Influencer Marketing

Befriedigung der Sinne

Die aktivste Form der mobile AR: Einen Tag lang in den Schuhen der Influencer*in stecken. Den kompletten Alltag von TikToker Tim Schäcker oder Influencerin Pamela Reif durchleben.

Herausforderungen für die Community stellen

Influencer*innen könnten Schatzsuche oder Schnitzeljagd mit ihrer Community in Drogeriemärkten oder Geschäften spielen. Hier lassen sich auch persönliche Rabattaktionen oder Verlosungen integrieren.

Unentdecktes

Rätsel auf Social Media sind gern gesehen. Eine Influencer*in stellt ein neues Buch vor und lässt die Community mit Hilfe von AR-Filtern das Geheimnis im Inhalt lüften.

Zusammenhalt

Die Community ist eine starke Motivation, da sie auch eine treibende Kraft ist, die täglich Milliarden von Menschen in sozialen Medien auf der ganzen Welt zusammenbringt. Beispielsweise könnten AR-Filter dazu dienen, dass mehrere Nutzer*innen sich gruppieren und im Rahmen von AR-Events gegeneinander antreten.

Ausdruck

Die Gesundheitsbranche trifft auf Influencer*innen. Sie fungieren als Vorbilder und regen beispielsweise dazu an, sich gesünder zu ernähren. AR ist eine Entdeckungsreise durch den eigenen Körper, die Aufklärung schafft und durch Effekte Organe und ihre Positionen im Körper beleuchtet.

Fantasie

Warum nicht Fallschirmspringen oder Bungee-Springen durch Mobile AR erleben oder die Schildkröten virtuell im Zoo füttern? Der Vorstellungskraft und dem Inhalt sind keine Grenzen gesetzt.

Erzählung

Im Bereich Fernsehen und Film können hier Kooperationen mit Influencer*innen entstehen, in der sie als Meinungsführer "das Publikum ins Kino bringen" und es virtuell an der Filmpremiere teilnehmen lassen, während genauere Informationen auf dem Bildschirm erscheinen.

Hingabe

Der passivste Weg von AR setzt aufwändige Aktivitäten voraus, auch wenn noch so viel Potenzial vorhanden ist. So kann die Community den Ausbildungsbetrieb einen Tag lang von innen miterleben. Dabei werden aktuelle Stellenangebote auf dem Bildschirm angezeigt.

Der Viralitäts-Effekt

Viele Follower*innen gewinnen, eine große Reichweite aufbauen, viral gehen. Kreative AR-Effekte können dabei helfen.

Wohin man guckt, probieren Freunde und Influencer*innen oder Celebrities die verschiedenen Effekte aus. Dadurch erreichen die Creator*innen der Filter neue Ausmaße an Popularität. So beispielsweise beardinberlin, der mit der der Veröffentlichung seines Filters „Bearded 2.0“ vor wenigen Wochen auf Instagram viral geht. Mittlerweile wird der Filter als einer der ersten Filter in der App angezeigt. Als ein weiteres Beispiel dient der YouTuber frontpage.tv mit einem seiner Filter namens “Hast du schonmal?”. Hier integriert als ein Frage-Antworten-Spiel auf Instagram.

Jeder kann über Facebook Spark AR eigene Filter erstellen. Jede Nutzer*in muss, um beispielsweise beardinberlin’s Filter auszuprobieren, sein Profil suchen und ihm folgen. Zudem bittet er darum, ihn zu taggen. Was das innerhalb von wenigen Tagen für Auswirkungen haben kann, lässt sich an dem Anstieg der Follower*innenzahl ablesen.

Steigerung der Kreativität

Jeder kann AR-Filter erstellen und auch nutzen. Lediglich etwas Zeit, kreatives Denken und eine gute 3D-Vorstellungskraft sind vonnöten. Haben sich Content Ersteller*innen erst mit einem Filter beliebt gemacht, so steht weiteren Filtern nichts im Wege. Ob Fragen, Spiele oder Filter, die perfekte Fotos zaubern – der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Und wer kann so etwas besser als Influencer*innen?

Die perfekte Kooperation beginnt mit Augmented Reality

CEO und CO-Founder der Agentur 361/DRX teilte mit uns seine Ansicht über die zwei Bereiche AR und Influencer Marketing:

Für uns ist völlig klar: AR und Influencer Marketing gehören zusammen. Man kann hier eine ganz spannende Entwicklung beobachten, von komplett virtuellen Influencer als Avatare bis hin zu zahlreichen Creators, die selbst AR Filter veröffentlichen und damit an Reichweite gewinnen.

AR macht aber vor allem klassische Influencer Kampagnen deutlich interaktiver, der Follower wird innerhalb der AR Experience selbst zum Teil der Kampagne, was sich absolut positiv auf die Identifikation mit dem Influencer auswirkt. Beispielsweise dann, wenn der User die vom Influencer beworbenen Produkte (z.B. Make-Up) per AR Try-On direkt ausprobieren und dann bestellen kann. Umgekehrt braucht jede innovative AR Experience reichweitenstarke Multiplikatoren für eine entsprechende Sichtbarkeit auf Social Media, die aus einer innovativen Technologie einen echten Massenhype entstehen lässt. Von klassischen Face Filtern über Try-Ons bis hin zu Gamifications: AR Experiences bieten im Rahmen von Influencer Kampagnen den perfekten und glaubwürdigen Touchpoint mit den Marken und überzeugen durch überdurchschnittliches Brand Engagement der Nutzer.

- Daniel Sack, CEO & Co-Founder 361/DRX

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